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Hier wachsen Heidelbeeren unter Solarmodulen: Grösste Agri-PV-Anlage der Schweiz eröffnet.

Medienmitteilung 9 septembre 2026

Hinter dem Projekt in Lovatens stehen Romande Energie, Insolight und der Heidelbeerproduzent Olivier Pichonnat. Die Anlage schützt 1,8 Hektaren Heidelbeerkulturen und erzeugt jährlich Strom für rund 955 Haushalte.

Heute wurde in Lovatens (VD) im Beisein der Staatsrätinnen Valérie Dittli (Mouvement libéral) und Isabelle Moret (FDP) die erste Agri-PV-Anlage des Kantons Waadt eröffnet. Sie ist die grösste bisher in der Schweiz gebaute Anlage dieser Art und verbindet auf derselben Fläche den Schutz landwirtschaftlicher Kulturen mit der Produktion von erneuerbarem Strom.

Die Anlage wurde vom Waadtländer Unternehmen Insolight entwickelt und gebaut. Romande Energie finanziert und betreibt sie während 30 Jahren, während Olivier Pichonnat die Heidelbeeren auf der Fläche bewirtschaftet. Auf 1,8 Hektaren Heidelbeerfläche erzeugen 5’220 Solarmodule jährlich etwa 2’400 MWh erneuerbaren Strom, was dem Jahresverbrauch von rund 955 Haushalten entspricht.

Durch diese doppelte Nutzung der Fläche, bei der die landwirtschaftliche Produktion im Vordergrund steht, zeigt die Anlage, wie sich Landwirtschaft und Photovoltaik sinnvoll miteinander verbinden lassen.

Eine Antwort auf den Klimawandel

Hitze und Trockenheit, wie wir sie auch in diesem Sommer erlebt haben, treten immer häufiger auf und setzen die landwirtschaftliche Produktion vermehrt unter Druck. Weitere Extremereignisse wie Hagel oder Spätfröste beeinträchtigen die Qualität und den Ertrag vieler landwirtschaftlicher Kulturen.

Genau auf diese Herausforderungen bietet die heute in Lovatens eröffnete Agri-PV-Anlage eine Antwort. Wie sinnvoll diese Verbindung von Photovoltaik und Landwirtschaft sein kann, zeigte sich in diesem Sommer. Während Hitze und Trockenheit bei einigen ungeschützten Kulturen erhebliche Schäden verursachten, profitierten die Heidelbeeren unter der Agri-PV-Überdachung von deutlich günstigeren Bedingungen. Im Vergleich zu unter freiem Himmel angebauten Heidelbeeren zeigten sie weniger Verbrennungen, weniger Störungen beim Wachstum und weniger Trockenheitssymptome wie verschrumpelte Beeren.

Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Hitze- und Trockenperioden zeigt die Anlage, welchen Beitrag Agri-PV zum Schutz landwirtschaftlicher Kulturen leisten kann. An der Eröffnung nahmen deshalb auch zwei Staatsrätinnen des Kantons Waadt teil. Valérie Dittli, Vorsteherin des Departements für Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und Klima sowie Isabelle Moret, Vorsteherin des Departements für Wirtschaft, Innovation, Beschäftigung und Kulturerbe, würdigten die Anlage als konkrete Lösung an der Schnittstelle von Landwirtschaft, Energie und Klimaanpassung.

Damit zeigt die Anlage, wie sich landwirtschaftliche Kulturen besser vor klimatischen Extremereignissen schützen lassen und gleichzeitig erneuerbarer Strom erzeugt werden kann. Die Anwesenheit der beiden Staatsrätinnen unterstreicht die Bedeutung, die der Kanton Waadt solchen Lösungen beimisst.

Schutz und Sicherheit für den Landwirt

Für Olivier Pichonnat, der in Lovatens biologische Heidelbeeren anbaut, bringt die Agri-PV-Anlage vor allem mehr Schutz und Planungssicherheit. «Ich muss zugeben, dass es mir angesichts all der Wetterextreme, die wir in den vergangenen Jahren aufgrund des Klimawandels erlebt haben, zunehmend schwerfiel, mir eine Zukunft ohne Schutz für meine Kulturen vorzustellen. Mit der Agri-PV-Lösung Insolagrin konnte ich den unterschiedlichen landwirtschaftlichen Anforderungen und den Besonderheiten meines Betriebs Rechnung tragen und die Anlage an den Heidelbeeranbau und meine Arbeitsweise anpassen. Gleichzeitig kann ich damit einen Beitrag zur Energiewende leisten. In Kombination mit der Contracting-Lösung von Romande Energie kann ich der Zukunft gelassener entgegensehen und mich an der Energiewende beteiligen», sagt Pichonnat über die Agri-PV-Anlage.

Seit diesem Jahr wachsen seine Heidelbeeren unter der 3,2 Meter hohen Tragstruktur der Anlage. Diese wurde speziell auf die maschinelle Bewirtschaftung seines Betriebs abgestimmt. Die semitransparenten Solarmodule lassen einen Teil des Sonnenlichts durch und schützen die Pflanzen vor Wetterextremen wie Hagel, Frost, Starkregen und Hitzeperioden. Gleichzeitig erzeugen die 5’220 Solarmodule jährlich rund 2’400 MWh erneuerbaren Strom.

Von Insolight entwickelt und gebaut

Die vom Waadtländer Unternehmen Insolight entwickelte und gebaute Anlage zeigt, dass Agri-Photovoltaik heute auch in grossem Massstab umgesetzt werden kann und gleichzeitig die Anforderungen professioneller Landwirtschaftsbetriebe erfüllt.

Insolight kann dabei auf Erfahrungen aus zahlreichen Projekten mit renommierten agronomischen Instituten zurückgreifen. Sie helfen dem Unternehmen, technische und agronomische Herausforderungen bei der Umsetzung von Agri-PV-Projekten zu lösen.

Von den regulatorischen Abklärungen bis zur Inbetriebnahme übernimmt Insolight sämtliche Bewilligungsverfahren. Dadurch wird die Umsetzung von Anlagen ermöglicht, die langfristig sowohl die Kulturen als auch die Einkommen der Landwirte schützen sollen.

Für den Kanton Waadt zeigt das Projekt ausserdem das Potenzial der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaftspolitik, der Anpassung an den Klimawandel und dem Ausbau der erneuerbaren Energien.

Romande Energie, Motor der Energiewende

Romande Energie investiert in die Anlage und übernimmt während 30 Jahren deren Betrieb und Unterhalt. Dieses Modell ermöglicht es Landwirtschaftsbetrieben, ihre Kulturen besser zu schützen und gleichzeitig ihre Einkünfte zu diversifizieren, ohne die Investitionen in die Infrastruktur selber tragen zu müssen.

Romande Energie übernimmt zudem die Vermarktung des produzierten Solarstroms und dessen Integration in das Energiesystem. Damit wird der Landwirtschaftsbetrieb von den Investitionen, dem Betrieb der Anlage und den Risiken eines zunehmend komplexen Strommarktes entlastet.

Auch innerhalb der Romande-Energie-Gruppe waren verschiedene Fachbereiche am Projekt beteiligt. Dazu gehören insbesondere die Teams des Verteilnetzbetreibers für den neuen Netzanschluss sowie Romande Energie Services für die elektrische Installation der Solarinfrastruktur.

Das Projekt zeigt, wie Romande Energie den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Westschweiz vorantreibt und gleichzeitig Lösungen entwickelt, die sowohl der Landwirtschaft als auch der Allgemeinheit zugutekommen.

Durch die Verbindung der agronomischen Kompetenz von Insolight mit der Energiekompetenz von Romande Energie entsteht ein Modell, das auch für weitere Agri-PV-Projekte eingesetzt werden kann.

Die Groupe Romande Energie in Kürze

Die Groupe Romande Energie ist ein Multi-Service-Energieunternehmen und der grösste Stromversorger der Westschweiz. Ihr Ziel ist es, die Westschweiz zur ersten dekarbonisierten Region der Schweiz zu machen.

Dafür reduziert die Gruppe ihre eigenen Treibhausgasemissionen und unterstützt gleichzeitig ihre Kundinnen und Kunden bei der Energiewende. Romande Energie investiert in den Ausbau und Unterhalt eines sicheren Stromnetzes sowie in die Entwicklung und Optimierung lokaler und erneuerbarer Energieproduktion.

Zusätzlich bietet das Unternehmen Lösungen und Renovierungsprogramme an, um die Energiewende im Gebäudebereich voranzutreiben. Damit will Romande Energie zu einer langfristig tragfähigen wirtschaftlichen Entwicklung in der Westschweiz beitragen.

Weitere Informationen zur Groupe Romande Energie: www.romande-energie.ch

Über Insolight


Insolight ist ein Schweizer Unternehmen mit Sitz im Kanton Waadt und auf Agri-Photovoltaik spezialisiert.

Das Unternehmen entwickelt gemeinsam mit Landwirtschaftsbetrieben Agri-PV-Projekte, die auf die jeweiligen betrieblichen und landwirtschaftlichen Anforderungen abgestimmt sind.

Dabei setzt Insolight auf die strukturelle Lösung Insolagrin und die Softwareplattform Insol’insights. Ziel ist es, landwirtschaftliche Produktion und Stromerzeugung so zu kombinieren, dass wirtschaftlich tragfähige Projekte entstehen.

Über sein Netzwerk aus Finanz- und Energiepartnern stellt Insolight anschliessend die Finanzierung der Anlagen sicher.

Weitere Informationen über Insolight: www.insolight.ch

Contacts

Michèle Cassani

Mediensprecherin der Groupe Romande Energie

+41 (0)21 802 95 67

michele.cassani@romande-energie.ch

Luiggino Torrigiani

Head of Marketing & Partnerships Insolight

+41 (0) 76 529 38 42

luiggino.torrigiani@insolight.ch