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Agri-Photovoltaik in der Schweiz: Eine doppelte Chance für Landwirtschaft und Energie

Agri-Photovoltaik (Agri‑PV) kombiniert die Erzeugung von Solarenergie mit der landwirtschaftlichen Nutzung auf derselben Fläche. Solarmodule werden oberhalb oder seitlich von Kulturen installiert, sodass die landwirtschaftliche Bewirtschaftung weiterhin möglich ist und gleichzeitig Strom produziert wird.

Dieser Ansatz ermöglicht es, Kulturen zu schützen und gleichzeitig erneuerbare Energie zu erzeugen.

Was ist Agri-Photovoltaik?

Agri-PV ermöglicht die gleichzeitige Nutzung von Flächen für:

  • Landwirtschaftliche Produktion
  • Stromerzeugung aus Solarenergie

Im Gegensatz zu klassischen Freiflächenanlagen bleibt die landwirtschaftliche Nutzung erhalten. Die Systeme können Erträge stabilisieren, indem sie die Kulturen vor extremen Wetterbedingungen wie Hitze, Hagel oder Starkregen schützen.

Vorteile für Landwirte

In der Praxis bietet Agri-Photovoltaik mehrere Vorteile:

  • Schutz der Kulturen durch Solarmodule
  • Stabilere Erträge, insbesondere bei extremen Wetterbedingungen
  • Zusätzliche Einnahmen, zum Beispiel durch Nutzungsentgelte
  • Multifunktionale Strukturen, die auch für Netze oder Folien genutzt werden können

Landwirtinnen und Landwirte zeigen grosses Interesse an dieser Doppelnutzung. Eine zentrale Einschränkung bleibt jedoch: Die Anlagen sind langfristige Strukturen und bleiben in der Regel 30 bis 40 Jahre auf der Fläche.

Geeignete Kulturen und Anwendungen

In der Schweiz eignet sich Agri-Photovoltaik insbesondere für:

Diese Kulturen benötigen häufig bereits Schutzstrukturen oder vertragen Halbschatten. Die landwirtschaftliche Produktion kann in diesen Fällen in der Regel aufrechterhalten werden.

Agri-PV kann bestehende Schutzsysteme ersetzen oder ergänzen und so zu stabileren Erträgen beitragen.

Anwendungen in der Praxis

Pilotprojekte in der Schweiz zeigen, wie Agri-PV unter realen Bedingungen eingesetzt wird. Dazu gehören:

  • Forschungsprojekte mit Beeren und Obstbäumen
  • Anlagen, die landwirtschaftliche Erträge sichern und gleichzeitig Strom produzieren
  • Systeme, bei denen verschiedene Technologien an einem Standort getestet werden

Insolight hat die Systeme für mehrere dieser Projekte entwickelt und geliefert.

Regulatorischer Rahmen in der Schweiz

Gemäss Raumplanungsgesetz sind Agri-PV-Anlagen in Landwirtschaftszonen zulässig, sofern sie:

  • Die landwirtschaftliche Nutzung nicht beeinträchtigen
  • Einen klaren Vorteil für die landwirtschaftliche Produktion bringen

Die Umsetzung liegt jedoch bei den Kantonen, was zu unterschiedlichen Auslegungen und Verfahren führt.

Zentrale Herausforderungen

Trotz des grossen Potenzials bestehen weiterhin Herausforderungen:

  • Unterschiedliche kantonale Vorgehensweisen
  • Komplexe und teilweise lange Bewilligungsverfahren
  • Unsicherheiten bei Investitionsmodellen, insbesondere bei Beteiligung Dritter
  • Anforderungen an die Integration in das Landschaftsbild

Perspektive von Insolight

Wie unser Chief Commercial Officer David Schuppisser betont, ist das Potenzial der Agri-Photovoltaik in der Schweiz gross.

Landwirte interessieren sich besonders für die Möglichkeit:

  • Kulturen vor Wetterextremen zu schützen
  • Erträge zu stabilisieren
  • Zusätzliche Einnahmen zu generieren

Für eine breitere Umsetzung sind jedoch entscheidend:

  • Klare und einheitliche Bewilligungsregeln
  • Ein stabiler Rahmen für Investitionen
  • Gezielte Förderinstrumente

Ausblick

Agri-Photovoltaik kann vergleichsweise schnell umgesetzt werden und einen wichtigen Beitrag zur Stromproduktion und zur Versorgungssicherheit leisten.

Entscheidend ist nun, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um diese Technologie in der Schweiz breiter zu etablieren.

👉 Lesen Sie den vollständigen Artikel hier, um Einblicke von unserem Chief Commercial Officer David Schuppisser zu erhalten. Der Inhalt ist besonders hilfreich für Landwirtinnen und Landwirte, die Agri-Photovoltaik in Betracht ziehen oder besser verstehen möchten, wie sie ihren Betrieb unterstützen kann.